Was ist dein emotionales Alter?
Dieses Quiz ist sozusagen das Geschwisterchen unseres "Mentales Alter"-Quiz und kommt mit der gleichen kleinen Warnung: Das "emotionale Alter" ist kein echter psychologischer Messwert. Was wir hier eigentlich messen, ist, wie du mit Gefühlen, Konflikten, Enttäuschungen und Verantwortung umgehst – und wir vergleichen diese Muster mit den typischen Klischees der emotionalen Entwicklung in verschiedenen Lebensphasen. Die Idee stammt grob aus der Entwicklungspsychologie. Kinder verarbeiten große Gefühle durch große Reaktionen. Teenager durch Diskutieren und Reibung. Erwachsene (im Idealfall) erkennen Gefühle, benennen sie und handeln besonnen, statt einfach nur impulsiv zu reagieren. Die Älteren (ebenfalls im Idealfall) wissen genau, welche Gefühle wirklich zählen und welche einfach wieder vergehen. Das sind natürlich nur Klischees und keine in Stein gemeißelten Gesetze. Es gibt genug Erwachsene, die Wutanfälle wie Kleinkinder kriegen, und genug Teenies, die in Krisen kühler bleiben als ihre Eltern. Dauert etwa vier Minuten. Nimm die Zahl am Ende als spielerische Einschätzung deines emotionalen Bewältigungsstils, nicht als Schulnote.
Was dieses Quiz misst
Fünf grobe Phasen der emotionalen Bewältigung, lose angelehnt an Eriksons Entwicklungsstufen und die allgemeine Reifeforschung. **Wie ein Kind**: sofortige Reaktionen, geringe emotionale Regulierung, starke, positive Begeisterungsfähigkeit. **Wie ein Teenager**: riesige Gefühle, alles ist dringend, stark auf die eigene Identität fokussiert, lässt sich leicht durch Kritik aus der Bahn werfen. **Junger Erwachsener**: testet Grenzen aus, schwankt zwischen übermäßiger und mangelnder Verantwortung. **Erwachsener**: handelt besonnen anstatt impulsiv zu reagieren, kann Unbehagen aushalten, trennt sich selbst von der Situation. **Älterer**: erkennt Muster im Laufe der Zeit, klammert sich weniger an bestimmte Ergebnisse, weiß, worauf es im Leben wirklich ankommt. Das Quiz prüft deine Standardreaktionen in 20 verschiedenen Szenarien und wertet die Ergebnisse aus. Das angegebene "Alter" ist kein echtes Alter; es ist eher eine Abkürzung dafür, welchen dieser Bewältigungsstile du in unseren Szenarien am häufigsten anwendest. Die meisten von uns wechseln ohnehin je nach Kontext zwischen verschiedenen Modi hin und her.
Beispielfragen
- Du merkst, dass du dich in einer wichtigen Sache komplett geirrt hast. Wie gehst du damit um?
- Ich bin peinlich berührt, gehe in die Defensive und brauche eine Weile, um es laut zuzugeben.
- Ich kämpfe im Stillen damit, ringe mich aber schließlich dazu durch, den Fehler einzugestehen.
- Ich übernehme die volle Verantwortung und konzentriere mich darauf, was ich aus der Situation lernen kann.
- Es ist eine echte Erleichterung für mich, korrigiert zu werden. Recht zu haben ist mir viel unwichtiger, als die Dinge wirklich zu verstehen.
- Du hast einen ganzen Zeitraum vor dir, in dem du nichts tun musst und niemanden siehst. Wie fühlt sich das an?
- Unruhig und unbequem. Ich brauche Reize, sonst fange ich an, mich unwohl zu fühlen.
- Ich verplane die Zeit schnell, weil bloßes Rumsitzen mich nervös macht.
- Ich freue mich darauf. In unstrukturierter Zeit tanke ich auf und finde wieder zu mir selbst.
- Ich schätze die Stille sehr. Meine klarsten Gedanken habe ich in ruhigen, leeren Stunden.
- Wie setzt du bei Menschen, die du liebst, Grenzen?
- Ich gehe ihnen komplett aus dem Weg oder setze die Grenzen so hart, dass sich die Menschen zurückziehen.
- Ich lerne es noch. Aber ich habe immer noch ein schlechtes Gewissen, wenn ich zu jemandem, den ich mag, Nein sage.
- Ich kommuniziere meine Grenzen klar und freundlich, auch wenn es manchmal unangenehm ist.
- Ich setze meine Grenzen mit so viel Liebe, dass sich die Leute dadurch fast nie vor den Kopf gestoßen fühlen.