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Wie hoch ist dein EQ?

Wie hoch ist dein EQ?

Intelligenz 20 Fragen · 4 Min. · Kostenlos
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Emotionale Intelligenz (EI) ist ein ziemlich schwammiges Konzept. Psychologen sind sich weder ganz einig, was genau das eigentlich ist, noch wie man es misst – oder ob es überhaupt Dinge vorhersagt, die wir nicht eh schon durch klassische IQ- oder Persönlichkeitstests wissen. Worauf sich die meisten Forschenden aber einigen können: Es gibt deutliche Unterschiede darin, wie Menschen emotionale Signale – bei sich selbst und bei anderen – wahrnehmen, deuten und darauf reagieren. Und diese Unterschiede zeigen sich im Alltag immer wieder.

Dieses Quiz führt dich durch 20 kurze Szenarien aus vier bekannten EI-Bereichen: Selbstwahrnehmung, Selbstmanagement, soziales Bewusstsein und Beziehungsmanagement. Der Rahmen dafür stammt von Goleman und dem Mayer-Salovey-Modell. Die Fragen drehen sich um typische Alltagssituationen, in denen sich EI zeigt – ein mürrischer Kollege, ein Gespräch, das aus dem Ruder läuft, oder das Gefühl, völlig überfordert zu sein und nicht zu wissen, was man tun soll.

Antworte so, wie du dich wirklich verhältst, nicht so, wie du es einem Freund raten würdest. Dauert nur fünf Minuten. Dein Ergebnis zeichnet ein Profil über diese vier Dimensionen hinweg – inklusive eines Archetyps, der deine stärkste Kombination auf den Punkt bringt.

Was dieses Quiz misst

Vier Dimensionen, vier kurze Frage-Blöcke. Bei der Selbstwahrnehmung geht es darum, in Echtzeit zu merken, was du fühlst – und nicht erst im Nachhinein. Selbstmanagement ist das, was du mit diesem Gefühl machst, sobald es da ist: regulieren, handeln, umlenken. Beim sozialen Bewusstsein geht es darum, andere Menschen zu lesen: Was fühlen sie? Was sagen sie gerade nicht? Hat sich die Stimmung im Raum gedreht? Beziehungsmanagement zeigt, wie du mit diesen Signalen umgehst und Interaktionen steuerst.

Jede Antwort wird leicht positiv für die Dimension gewertet, in die sie am stärksten fällt. Die Dimension mit der höchsten Gesamtpunktzahl bestimmt deinen Haupt-Archetyp. Wichtig: Hohe Punktzahlen heißen nicht, dass du dich immer emotional perfekt verhältst – sie bedeuten nur, dass du in den beschriebenen Situationen dazu neigst.

Beispielfragen

  1. Du spürst plötzlich eine Welle der Frustration während eines Gesprächs. Dein erster Instinkt ist...
    • Innezuhalten und mich zu fragen, warum mich das triggert, bevor ich antworte
    • Zu bemerken, dass die andere Person sich unwohl fühlt, und meinen Tonfall anzupassen
    • Tief durchzuatmen und das Gefühl vorbeiziehen zu lassen, bevor ich spreche
    • Das Gespräch auf etwas weniger Geladenes zu lenken, damit sich niemand in die Enge getrieben fühlt
  2. Etwas, worauf du dich wirklich gefreut hast, wird abgesagt. Deine Reaktion ist...
    • Die Enttäuschung zuzulassen und anzuerkennen, wie viel mir das bedeutet hat
    • Darüber nachzudenken, wie sich die Absage wohl auf die anderen Beteiligten auswirkt
    • Es zu akzeptieren, meine Erwartungen anzupassen und mir etwas Neues zu suchen, worauf ich mich freuen kann
    • Die Gruppe zu motivieren und einen Plan B vorzuschlagen, damit niemand enttäuscht ist
  3. Dir fällt in einem Meeting ein subtiler Stimmungswechsel bei einem Kollegen auf. Du...
    • Nimmst das als Anlass, auch mal auf meine eigene Stimmung zu achten
    • Spürst diesen Wechsel fast körperlich und achtest genau darauf, was der Auslöser war
    • Nimmst es zur Kenntnis, bleibst aber fokussiert und nimmst dir vor, später mal nachzufragen
    • Lenkst das Gespräch subtil in eine Richtung, die das auffängt, was da gerade vor sich gehen könnte

Häufig gestellte Fragen

Es ist ein Sammelbegriff dafür, wie gut du Emotionen – deine eigenen und die der anderen – wahrnimmst und mit ihnen umgehst. Verschiedene Forschende definieren das unterschiedlich. Unsere Version hier orientiert sich an Golemans Vier-Säulen-Modell und dem Fähigkeiten-Ansatz von Mayer-Salovey, da dies die gängigsten Anlaufstellen sind.
Ganz ehrlich: beides. Die wissenschaftliche Variante lässt sich messen und sagt soziale Verhaltensweisen etwas besser voraus als reine Persönlichkeits- oder IQ-Tests. Die Pop-Version verspricht oft ein bisschen zu viel des Guten. Unser Quiz lehnt sich eher an die Wissenschaft an, ist aber natürlich ein kurzer Selbsttest und kein klinisch validiertes Instrument.
Basierend darauf, was du in echt tust – nicht darauf, was theoretisch die „richtige“ Antwort wäre. Wenn du in einem hitzigen Gespräch wie eingefroren bist, obwohl du eigentlich weißt, was du sagen müsstest, dann wähle die Einfrieren-Option. Das sind die ehrlichsten Daten.
Deine Punktzahlen aus den verschiedenen Bereichen werden zusammengerechnet, und die Kombi führt dich zu einem von vier Profilen: Innerer Spiegel, Emotionale Antenne, Fels in der Brandung oder Brückenbauer. Der Name ist einfach eine griffige Bezeichnung für deine stärkste Kombi; die genauen Zahlenwerte am Ende verraten dir letztlich noch etwas mehr.
Ja, sogar stärker als die klassischen Persönlichkeitsmerkmale der Big Five. EI ist mindestens genauso sehr eine Fähigkeit wie eine Veranlagung. Übung, Therapie oder einfach nur bewussteres Hinsehen können da viel bewegen. Wenn du dieses Quiz in einem Jahr nochmal machst, wird es sich wahrscheinlich ganz anders anfühlen.
Im Alltag spielt beides auf unterschiedliche Art eine Rolle. Kognitive Fähigkeiten sagen voraus, wie gut du bei geistig anspruchsvollen Aufgaben abschneidest. EI zeigt, wie elegant du dich durch soziale Situationen navigierst. Es ist kein Entweder-oder.

Quellen

  • Goleman, D. (1995). Emotional Intelligence: Why It Can Matter More Than IQ. Bantam Books.
  • Mayer, J. D., & Salovey, P. (1997). What is emotional intelligence? In Emotional development and emotional intelligence. Basic Books.
  • Public overview of the Mayer-Salovey model: scholars.unh.edu/personality_lab.

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