Wie hoch ist dein EQ?
Emotionale Intelligenz (EI) ist ein ziemlich schwammiges Konzept. Psychologen sind sich weder ganz einig, was genau das eigentlich ist, noch wie man es misst – oder ob es überhaupt Dinge vorhersagt, die wir nicht eh schon durch klassische IQ- oder Persönlichkeitstests wissen. Worauf sich die meisten Forschenden aber einigen können: Es gibt deutliche Unterschiede darin, wie Menschen emotionale Signale – bei sich selbst und bei anderen – wahrnehmen, deuten und darauf reagieren. Und diese Unterschiede zeigen sich im Alltag immer wieder.
Dieses Quiz führt dich durch 20 kurze Szenarien aus vier bekannten EI-Bereichen: Selbstwahrnehmung, Selbstmanagement, soziales Bewusstsein und Beziehungsmanagement. Der Rahmen dafür stammt von Goleman und dem Mayer-Salovey-Modell. Die Fragen drehen sich um typische Alltagssituationen, in denen sich EI zeigt – ein mürrischer Kollege, ein Gespräch, das aus dem Ruder läuft, oder das Gefühl, völlig überfordert zu sein und nicht zu wissen, was man tun soll.
Antworte so, wie du dich wirklich verhältst, nicht so, wie du es einem Freund raten würdest. Dauert nur fünf Minuten. Dein Ergebnis zeichnet ein Profil über diese vier Dimensionen hinweg – inklusive eines Archetyps, der deine stärkste Kombination auf den Punkt bringt.
Was dieses Quiz misst
Vier Dimensionen, vier kurze Frage-Blöcke. Bei der Selbstwahrnehmung geht es darum, in Echtzeit zu merken, was du fühlst – und nicht erst im Nachhinein. Selbstmanagement ist das, was du mit diesem Gefühl machst, sobald es da ist: regulieren, handeln, umlenken. Beim sozialen Bewusstsein geht es darum, andere Menschen zu lesen: Was fühlen sie? Was sagen sie gerade nicht? Hat sich die Stimmung im Raum gedreht? Beziehungsmanagement zeigt, wie du mit diesen Signalen umgehst und Interaktionen steuerst.
Jede Antwort wird leicht positiv für die Dimension gewertet, in die sie am stärksten fällt. Die Dimension mit der höchsten Gesamtpunktzahl bestimmt deinen Haupt-Archetyp. Wichtig: Hohe Punktzahlen heißen nicht, dass du dich immer emotional perfekt verhältst – sie bedeuten nur, dass du in den beschriebenen Situationen dazu neigst.
Beispielfragen
- Du spürst plötzlich eine Welle der Frustration während eines Gesprächs. Dein erster Instinkt ist...
- Innezuhalten und mich zu fragen, warum mich das triggert, bevor ich antworte
- Zu bemerken, dass die andere Person sich unwohl fühlt, und meinen Tonfall anzupassen
- Tief durchzuatmen und das Gefühl vorbeiziehen zu lassen, bevor ich spreche
- Das Gespräch auf etwas weniger Geladenes zu lenken, damit sich niemand in die Enge getrieben fühlt
- Etwas, worauf du dich wirklich gefreut hast, wird abgesagt. Deine Reaktion ist...
- Die Enttäuschung zuzulassen und anzuerkennen, wie viel mir das bedeutet hat
- Darüber nachzudenken, wie sich die Absage wohl auf die anderen Beteiligten auswirkt
- Es zu akzeptieren, meine Erwartungen anzupassen und mir etwas Neues zu suchen, worauf ich mich freuen kann
- Die Gruppe zu motivieren und einen Plan B vorzuschlagen, damit niemand enttäuscht ist
- Dir fällt in einem Meeting ein subtiler Stimmungswechsel bei einem Kollegen auf. Du...
- Nimmst das als Anlass, auch mal auf meine eigene Stimmung zu achten
- Spürst diesen Wechsel fast körperlich und achtest genau darauf, was der Auslöser war
- Nimmst es zur Kenntnis, bleibst aber fokussiert und nimmst dir vor, später mal nachzufragen
- Lenkst das Gespräch subtil in eine Richtung, die das auffängt, was da gerade vor sich gehen könnte
Häufig gestellte Fragen
Quellen
- Goleman, D. (1995). Emotional Intelligence: Why It Can Matter More Than IQ. Bantam Books.
- Mayer, J. D., & Salovey, P. (1997). What is emotional intelligence? In Emotional development and emotional intelligence. Basic Books.
- Public overview of the Mayer-Salovey model: scholars.unh.edu/personality_lab.